Leistung & Vorgehen

Bearbeitet werden Wärmeprojekte, in denen Technologie, Systemzusammenhänge und wirtschaftliche Bewertung zusammengeführt werden müssen.

Leistungsfelder

Lösungsoptionen entwickeln und weiterentwickeln

In frühen Projektphasen liegen häufig erste Ansätze, Teilkonzepte oder überschlägige Bewertungen vor. Die Bearbeitung setzt dort an, wo diese Ansätze noch nicht entscheidungsfähig sind oder es ihnen an Planungstiefe mangelt. Varianten werden im Systemkontext geschärft, fachlich weiterentwickelt und auf eine belastbare Vergleichsbasis gestellt.

Technisch-wirtschaftlich einordnen

Die Tragfähigkeit einer Lösung zeigt sich erst im Zusammenspiel von Auslegung, Temperaturniveaus, hydraulischen Randbedingungen, Betriebsweise, Investitions- und Betriebskosten sowie Interessenlagen. Genau diese Zusammenhänge werden systematisch bewertet und in den Business Case übertragen.

Konzepte plausibilisieren und zweitbewerten

Bestehende Konzepte, Variantenvergleiche und Business Cases werden daraufhin geprüft, ob Annahmen konsistent sind, wesentliche Wirkzusammenhänge erfasst wurden und die abgeleiteten Schlussfolgerungen fachlich tragen.

Entscheidungen vorbereiten

Die Rahmenbedingungen und Ergebnisse werden so strukturiert, dass sie in politische, unternehmerische oder planerische Entscheidungsprozesse überführt werden können.

Typische Aufgabenstellungen

  • Variantenvergleiche für Nah- und Fernwärmesysteme
  • Integration von Großwärmepumpen in bestehende oder zukünftige Netze
  • Einordnung von Abwärmepotenzialen und deren Integration in Wärmesysteme
  • Hydraulische und betriebliche Einbindung von Solarthermie und Wärmespeichern
  • Technisch-wirtschaftliche Bewertung komplexer Wärmesysteme
  • Erstellung und Plausibilisierung von Business Cases
  • Zweitbewertungen vor Investitionsfreigaben oder Beschlussfassungen
  • Einordnung technischer Optionen in Transformations- und Wärmeplanungen

Methodischer Ansatz

Das System als Bewertungsmaßstab

Varianten werden nicht komponentenweise, sondern im Zusammenhang von Erzeugung, Speichern, Netz und Betrieb betrachtet. Bewertungsrelevant sind die Wechselwirkungen zwischen diesen Ebenen.

Konsistente Annahmen

Vergleiche sind nur belastbar, wenn Varianten auf einer konsistenten Annahmenbasis entwickelt werden. Dazu gehören insbesondere Netztemperaturen, Lastprofile, hydraulische Gegebenheiten, Betriebsstrategien, Kostenansätze, Förderkulissen und regulatorische Rahmenbedingungen.

Unterschiede ursächlich erklären

Nicht nur das Ergebnis eines Variantenvergleichs ist relevant, sondern vor allem wodurch die Unterschiede entstehen. So wird sichtbar, welche Einflussgrößen entscheidungsrelevant sind, wo Sensitivitäten liegen und an welchen Stellen Robustheit besteht.

Optionen fachlich weiterentwickeln

Die Bearbeitung endet nicht bei der Feststellung, ob eine Variante ungünstig oder unsicher ist. Entscheidend ist, ob und wie sich Lösungsoptionen weiterentwickeln lassen, etwa über veränderte Einbindungskonzepte, andere Betriebsstrategien oder eine geänderte Systemabgrenzung.

Projektablauf

1. Fragestellung schärfen
Zu Beginn wird gemeinsam geklärt, welche Entscheidung vorbereitet werden soll, welche Optionen im Raum stehen und welche fachlichen sowie wirtschaftlichen Randbedingungen gelten.
2. Bearbeitungsrahmen festlegen
Es wird definiert, welche Varianten betrachtet, welche Annahmen verwendet und welche Bewertungstiefe benötigt werden.
3. Varianten entwickeln und bewerten
Lösungsoptionen werden technisch eingeordnet, fachlich weiterentwickelt und wirtschaftlich bewertet.
4. Ergebnisse plausibilisieren
Annahmen, Sensitivitäten und wesentliche Unterschiede zwischen Varianten werden nachvollziehbar gemacht.
5. Entscheidungsgrundlage bereitstellen
Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass nächste Projektschritte, Beschlüsse oder Investitionsentscheidungen darauf aufbauen können.

Ergebnis der Zusammenarbeit

Am Ende der Bearbeitung steht eine strukturierte Entscheidungsgrundlage mit

  • fachlich nachvollziehbaren Lösungsoptionen,
  • transparenter Annahmenbasis,
  • technisch-wirtschaftlicher Einordnung,
  • Klarheit darüber, wo Sensitivitäten und Unsicherheiten liegen,
  • anschlussfähiger Dokumentation für weitere Planung oder Entscheidung.

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